Nach der ersten Nacht gab es ein köstliches Frühstück. Käse mit Baguette und kleingeschnittenen Tomaten. Außerdem sichtete ich eine Dusche am Strand und habe seit Australien, und das war 2000/2001, zum erstenmal wieder am Strand duschen müssen. Aber ich fand es schön…wobei das Wasser nicht besonders warm war! Nach dem ausgedehnten Frühstück und Hildes Strandspaziergang (wieder mit André, den Jungs und 10 rattigen Rüden…) Ich hatte es mir derzeit noch zur Aufgabe gemacht den Wagen mit meinem eigenen System immer abends auszuräumen und morgens wieder einzuräumen. Ich hoffte, dass der überfüllte Wagen dadurch irgendeine Ordnung behält) fuhren wir Richtung Cadiz. Die Jungs saßen immer vorne neben dem Fahrer (meist André) und ich hatte die Rückbank ganz für mich! Die erste Stadt, die wir passierten, war El Rocio. Abgefahrene Stadt: eine pompöse Kirche, sandige Straßen, Pferdepfosten, Häuser mit breiten Veranden. Eine bizarre Western-Athmosphäre- Wie eine zum Leben erwachte Kulisse für einen Wildwestfilm oder der Drehort von einigen Quentin Tarantino Filmen wie z. B. "From Dusk Till Dawn".

Unser erstes Ziel war Jerez de Frontera

Die Stadt hörte sich im Lonely Planet super an. Die Stadt des Sherrys, der andalusischen Pferde und des Flamencos! In dieser Stadt lernt man Andalusien kennen! Wir haben ehrlich gesagt von all dem nichts gesehen oder getestet, aber die Stadt war trotzdem interessant! Wir haben den Bekannten vom Boot wieder getroffen, haben Schnecken gegessen, die als Tapas sooo billig angeboten wurden, dass wir sie einfach mit einem schönen Weinchen probieren mußten. Auch die Kids fanden sie recht interessant. Ansonsten hatte die Stadt alle typischen Geschäfte, schöne alte Häuser und Straßenzüge. Das interessierte Bosse und Pepe natürlich weniger. Nach kürzester Zeit gingen sie einem schon auf den Zeiger und wir haben in Jerez dann nicht wirklich Sightseeing machen können, sondern haben eine Stunde auf einem abgeranzten Spielplatz abgehangen und zwei alte Klepper mit Brot gefüttert (nix „tolle Andaluz“). Die Städtebesichtigung mit den Kids war fürs Erste abgehakt. Wir fuhren also an Cadiz vorbei bis El Palm Mar. Man, da war es toll! Ich war begeistert von den ganzen Chiringuitos (Strandbars) direkt am Strand, von dem ewig langen Strand, große Wellen, viele Surfer und andere coole Leute. Die Atmosphäre erinnerte mich voll an San Diego. Leider durfte man nirgendwo einfach so mit seinem Bus stehen. Überall fette Schilder mit 300 Euro Strafe! Na, da wir kein Risiko eingehen wollten, sind wir auf einen Parkplatz gefahren, der 3,00 Euro die Nacht kostete, und der vom Strand durch eine Straße getrennt war. Man konnte die Kinder also nicht einfach vom Bus zum Strand laufen lassen! Dort standen ganz viele Camper und wir fühlten uns dadurch recht sicher. Unsere engsten Nachbarn waren Schafe und Ziegen, die eine gute Beschäftigung für die Jungs darstellten. Gott sei Dank! Sie wurden von Ihnen erst gefüttert und als die Jungs sich ihrer sicher fühlten mit Steinen beschmissen! Hören und sehen konnte man natürlich das Meer von unserem neuen Stellplatz aus - und auch die netten Chiringuitos. Doch ein Bierchen oder einen Wein trinken in den netten Kneipen konnten wir vergessen. Es war Samstagabend, aber leider war das mit Kids im Alter von drei Jahren ab 22 Uhr nicht mehr wirklich möglich. Also haben wir uns wieder mit Rotwein und selbstgemachtem Salat ( Kochen wurde bis jetzt in diesem Urlaub zu Andre´s Aufgabe) vor unser Auto gesetzt und die Atmosphäre genossen. Vor allem konnten wir zum ersten mal relaxen, als die Kinder endlich schliefen! Es war Sonntag und überall voller Leute! Wir sind in Palm Mar geblieben und haben dort unseren Tag verbracht. Wir begannen den Tag mit einem guten Frühstück: Eier mit Speck - auf unserem wunderschönen Campingkocher zubereitet. Die Kinder waren schon früh wach. So konnten wir vorm Frühstück schon zum Strand gehen und den endlosen Strand genießen. André war allerdings äußerst angespannt, da er keine Zigaretten mehr hatte und die Sucht ihn in den Wahnsinn trieb…und mich dann natürlich auch. Wir haben in den kleinen, geöffneten Shops und Bars nach Zigaretten gefragt, aber das einzige Restaurant mit einem Zigarettenautomaten hatte bis um 12.30 Uhr zu. Ohhh, das war nicht spaßig für uns alle! Na, André war dann Gott sei Dank erst einmal mit dem Frühstück beschäftigt und das Restaurant hatte danach auch schon fast geöffnet! Ich habe zum ersten Mal Geschirr im Meer gewaschen, schön mit Sand die Teller und Pfanne abgeschrubbt und dann mit Salzwasser ausgewaschen. Der Strand war zwar voller Menschen, deshalb war es ein wenig peinlich, aber ich bin überzeugt, es hat keiner wirklich gerafft. Ich hatte Bosse dabei, der mit dem Plastikgeschirr spielte und mir mehr oder weniger geholfen hat! Von Weitem sah es bestimmt aus wie Sandspielzeug! Später am Tag waren wir dann für 2 Stunden am Strand relaxen! André versuchte sich im Bodyboarden, die Wellen waren allerdings verdammt hoch. Deshalb auch so viele Wellenreiter und so eine Atmosphäre wie in San Diego. Die Jungs haben auch ihre Mini-Bodyboards ausprobiert, aber sobald das Wasser höher spritzte als der Bauchnabel war es schon vorbei und sie liefen schreiend aus dem Wasser. So um 16 Uhr sind wir dann nach Cano de Meca gefahren, zum Leuchtturm. Die Ecke ist super toll (riesengroßer Strand, alternative Chiringuitos, ein kleiner Hippiemarkt) aber leider überhaupt keine Möglichkeit zu campen. Also haben wir nun zum ersten mal einen Campingplatz aufgesucht! Das war mal ein Luxus! Man konnte die Kinder einfach so zum Spielplatz schicken, wir hatten Toiletten und warme Duschen und einen Swimmingpool! Das haben wir natürlich alles noch an dem Tag genutzt! Zum Sonnenuntergang sind wir zum Strand zu einem Chiringuito gelatscht…alter Falter, das war dreimal so weit, wie wir gedacht hatten. Also mussten wir zum Teil wiedermal wie ein Packesel die Kinder schleppen. Außerdem folgte uns ein Jagdhund, der die ganze Zeit mit der Schnauze an Hildes Arsch klebte, da er sie unbedingt ficken wollte. Hilde war auch zu gerne bereit. Ihr Schwanz war soweit zur Seite geneigt, dass der Einblick auf ihre Fraulichkeit deutlich freigelegt war. Andres Fußtritte oder Erschreckungsmanöver gegen den anderen Hund halfen nichts…der Köter lauerte sogar noch in der Nacht vor unserem Wohnwagen und markierte sein Revier, indem jeder Reifen mindestens einmal vollgepisst wurde. Unser Auto stinkt bestialisch nach Pipi…von außen wegen der Hunde und von innen pinkeln die Kinder immer in ihre Sitze, wenn sie beim Autofahren einschlafen. Den Tag haben wir mit Hackbällchen aus der Dose und unsere obligatorische Rotweinflasche vor unserem Camper beendet. An dem Abend bin ich übrigens angefangen diesen Block zu schreiben…mit meinem Rotwein und einer Tüte Chips (Hackbällchen füllen ja nun nicht wirklich). Um 7 Uhr wurde Pepe leider schon wach, wobei die Kids eigentlich nie vor 22:30 Uhr einschlafen. Na, damit die anderen weiterschlafen konnten bin ich mit meinem Nightgrown und Pepe direkt zum Spielplatz geeiert. Anschließend haben wir beide schön gemütlich in der Campingbar einen Cafe und eine heiße Milch getrunken mit einem Baguette (ein frühes Frühstück). Später machte „Papa Andre“ wie jeden Morgen leckeren Cafe und es gab das 2. Frühstück. Allerdings war Bosse ganz plötzlich krank. Erst wurde er sehr spät wach und dann war er völlig lethargisch und wollte bei uns am Tisch auf seinem Campingstuhl weiterdösen. Hatte total viel Durst und bekotzte sich plötzlich mit dem ganzen Wasser und die Reste vom Vorabend. Na, er blieb dann schlafender Weise, eingewickelt auf seinem Stuhl, bis um 11 Uhr 30 dort liegen. Als ich später mit Pepe zum Pool wollte war er plötzlich wieder munter. Alles wieder gut!!! Krankheit überstanden! Wir haben im Pool geplanscht und dann zum Abschied konnte ich die warme Dusche geniessen, meine Haare waschen, rasieren usw.!!! Na, um 12.30 Uhr mussten wir den Campingplatz verlassen…kurz noch eine Dusche mit dem Hochdruckreiniger für unser Auto und ab nach Tarifa! Kurz vor Tarifa haben wir eine Kuhwiese gesichtet, direkt am Strand, wo viele Camper ihren Bus aufgestellt hatten. Die Kühe selbst waren nicht anwesend, nur ihre Exkremente. Bevor wir dort unser Haus aufbauen wollten sind wir nach Tarifa reingefahren. Pepe strullerte als erstes mitten in der Stadt neben einem Cafe an einen Baum und Bosse machte es direkt nach, hielt aber seinen kleinen Penis nicht richtig und pinkelte sich von oben bis unten an. Also erst einmal starteten wir eine kleine Waschaktion mitten in der Stadt, man ist ja immer voll ausgerüstet mit Feuchttüchern und einer zweiten Kluft zum anziehen. Wir sind dann in die Altstadt ein Cafe trinken, Picknick machen und dann noch mit Pepe streiten, da er einen Orangenbaum gesehen hatte mit Früchten, die er unbedingt pflücken wollte (oder Mama pflücken sollte). Leider war es nicht möglich, da sie einfach zu hoch hingen. Na, als er sich dann wieder beruhigt hatte ging es ab zu Mercadona, wo wir Grillfleisch und was man sonst noch so braucht eingekauft haben. Auf unserer Kuhwiese hatten wir erst einige Probleme mit den anderen Hunden, wie immer, da es da leider viele Rüden gab, die alle nur noch ihren Trieben folgen wollten. Aber das Interesse verschwand nach einiger Zeit bei den meisten, da Andre sie einfach nicht ran ließ!!!Ich muss sagen, er hatte in dieser Zeit eine wahnsinnige Geduld bewiesen. Am Abend ging Andre mit den Kindern kurz an den Strand, die Lage checken. Es war sau windig und nicht besonders gemütlich dort. Für die ganzen Kiter perfekt! Am späten Abend hörte der Wind dann auf und ich habe mich mit einem Rotweinglas auf zum Strand gemacht und mich für kurze Zeit verdrückt! Ich entdeckte direkt zwei gemütliche Chiringuitos, wo man nett abhängen konnte. Als ich zurückkam, war der Grill schon aufgebaut und die Kinder halfen Andre fleißig mit!!! Um 20 Uhr wollten wir sie diesmal schon ins Bett stecken; das haben wir auch geschafft, aber vor 22 Uhr ist keiner wirklich eingeschlafen. Sie waren sooo nervig! Den Grill haben wir im Laufe der Nacht für ein schönes Feuer benutzt. Leider stand kein Holz zur Verfügung, aber das machte Andre nichts!!! Er vergriff sich an die Kuhfladen (diese Erkenntnis hatte er auf seinen Australien Trips gewonnen). Sie brannten ganz gut und rochen gar nicht so übel!!! Was man alles noch so lernt! An dem Abend haben wir uns das erstemal unseren eigenen sexuellen Genüssen hingegeben.