Am nächsten morgen wieder alle schön zum Wasser gerannt. Andre erledigte sich seines Morgenstuhls und ich war nur schwimmen. Die Kinder mussten am Rand stehen bleiben, da der Einstieg ins Meer über so glitschige Steinplatten erfolgte und wir sie da nicht rüber tragen konnten.Ich habe mich beim Ausstieg auch wirklich langgemacht. Die Kids fanden es toll und ich kam mir vor wie eine Oma, die es nicht schafft über Steine zu laufen. Während unseres Frühstücks wurde unser Nachbarcamper auch wach. Süß. Er kam mit einem äußerst knappen Tanga aus seinem Luxus Wohnmobil und spazierte erst einmal am Strand entlang. Er und seine Frau waren Rentner und machten es sich sehr nett (Blümchen vor der Tür, Schuhe nebeneinander aufgereiht, 2 Liegestühle in Reih und Glied vor der Eingangstür…es versteht sich, dass wir uns nicht auf einem Campingplatz befanden!!!) Für die weitere Reise konnten wir diesmal alles ganz entspannt verpacken, da die Kinder hervorragend mit ihrem Strandspielzeug am Strand spielten und uns in Ruhe ließen. Als wir dann los wollten, ich traute meinen Augen kaum, packte Pepe alles wieder ganz brav ein und ab gings in Richtung Bums Town „Benidorm“. (Ob André´s Ausraster gestern bei Pepe Eindruck hinterlassen hatte?) Bevor wir eine weite Strecke fahren wollten, sind wir noch in die Altstadt von Mojaca gefahren. Dieser Ortsreil „Mojaca Pueblo“ befand sich auf dem Berg und wurde als Künstlerort angepriesen. Die Häuser und Gassen waren auch sehr schön, doch die Kunst…ich würde sagen der Künstlerort entpuppte sich als Chinatown!!! (habe keinen Chinesen gesehen, aber das meisste "Handmade in China"…komisch! Die anschließende Autofahrt war heute sehr lang, von 2.15 bis 19 Uhr mit 2 Pausen. Die erste Pause machten wir auf einen ganz schäbigen Rastplatz, da Bosse einen Heulkrampf bekam. Wir wussten nicht warum, aber unsere Institution sagte uns, dass es Bosse nicht so gut geht. Also anhalten… Auf diesem Rastplatz habe ich ein Baguette bestellt und für uns ein Bier und ein Shandy! Alter Schwede, das Baguette war riesig mit drei riesigen Bacon-Lappen und Käse. Pepe hat was davon gegessen, aber Bosse hat auch das Essen verweigert. Also wurde Papa auch noch satt. Auf dem Rastplatz war Bosse wieder ganz okay, aber André bekam die Krise. Während ich hinter den Kindern herlief bekam André mit ,wie die Dame hinter uns mit einem Typen einen Preis für „einmal kräftig“ verhandelt hat. Ein anderer Typ war total besoffen und hatte Spaß daran, die Kinder prall zu labern und hoch zu werfen (die Kinder hatten natürlich auch Spaß…nur Andre nicht!) Als ich vom zahlen und vom Klo wieder rauskam mußte ich im Affenzahn mein Shandy trinken, da André schon halb eine Herzattacke wegen diesem Typen hatte. Seine Worte: „Eine pädophile Sau“. Also wieder ab ins Auto und auf nach Bumstown! Als wir dort ankamen war Andres Spruch: „Wow, sogar die Hotels sehen aus wie sozialer Wohnungsbau." Wir haben dort nicht wirklich angehalten. In einem kleinen Kaff namens „Altea“, direkt hinter Benidorm, haben wir einen Platz zum Schlafen gefunden. An einem Steinstrand hinter einer Brücke. An dem Tag spielte gerade Holland und die einzigen andere Camper in dieser Wildnis waren Holländer, die sich gerade das Spiel anguckten. Wildnis deshalb, da sich direkt rechts neben uns ein Fluss befand, der im Meer mündete. Allerdings wirkte der Fluss eher wie so ein Tümpel mit ganz vielen Enten, Schwänen, Fröschen, die die ganze Nacht rumquakten und fliegende Fische (hatte ich vorher noch nie gesehen). Natürlich nicht zu vergessen die Mücken!!! Für die Kinder war so was mal ganz interessant. Wir schnappten uns Brot und verfütterten es an die Enten. Pepe war von den Fischen hin und weg! Unter der Brücke spielten ein paar Leute die ganze Zeit Bongos. Das war eine schöne Hintergrundmusik!!! Während ich den Wagen schlafbar machte sind die drei Männer (Bosse mit seiner eigenen Bongo und Pepe mit einem Tamborin) zur Brücke gelaufen und haben erst einmal zugeguckt. Dabei ist es auch geblieben…spielen wollten sie dann doch nicht. Es war ein Anfängerkurs für Trommler, wäre doch perfekt gewesen. Bosse war den ganzen Tag schon sehr komisch, wehleidig und lethagisch. Am Abend wußten wir auch warum…er kotzte im hohen Bogen alles wieser aus, was er gegessen hatte. Anschließend hat er sich zwar noch an unsere Kartoffelpfanne bedient, aber es war klar das es auch nicht drin bleiben wird. Pepe hatte ihn wohl angesteckt! Nachdem wir den Jungs noch die Fledermäuse zeigten, die um uns herumflogen, haben wir die Jungs dann auch direkt hingelegt und sie sind sehr schnell eingeschlafen. Wir haben dann noch ein wenig das Gequake der Frösche genossen und sind dann auch ins Bett. In der Nacht hat Bosse noch einmal alles rausgelassen, was er noch intus hatte. Vorsichtshalber hatte ich sein Bett aber auch schon mit anderen Decken ausgelegt, so dass die Säuberungsmassnahme sehr einfach war. Außerdem hatte er es fast geschafft mit meiner Hilfe alles aus dem Fenster zu brechen! Am nächsten morgen ist Papa mit Pepe früh aufgestanden, da er sich in der Stadt dringend Zigaretten kaufen wollte. Ich durfte heute mal länger mit Bosse im Bett bleiben, was herrlich! André ist mit Pepe in die Stadt gelaufen Wir hatten Ruhe, was schön! Ich habe mit Bosse am Auto abgehangen und er hat die meiste Zeit geschlafen oder vor sich hingedöst, währenddessen fingen auch schon wieder die Trommler unter der Brücke an zu spielen. Zweimal versuchte Bosse noch zu kotzen, aber es kam nur noch die wunderschöne gelbe Galle! Ich hatte Zeit an dem Blog weiter zuschreiben und dabei meinen selbstgebrühten Kaffee zu trinken, während Bosse seinen Gesundheitsschlaf hielt. Sehr peaceful, vor allem mit der Musikbegleitung! Pepe und Andre waren sich derzeit in der Stadt am vergnügen: auf dem Spielplatz, Kaffee trinken und ein Eis essen. Gegen Mittag ging es Bosse ein wenig besser. Die beiden Anderen kamen abgekämpft aus dem Dorf wieder. Der Weg bei der Hitze war schon sehr lang und mühsam! Zu guter Letzt haben wir alle noch die Enten gefüttert und ganz kleinen Minifischen zu gesehen beim knabbern an unserem Brot, die die Enten heute verschmähten! Es war wohl zu heiß! Um 13 Uhr ging es dann weiter ohne Frühstück oder sonst irgendwelche Aktion, da es viel zu heiß war. Bosse wollte sowieso nichts und Pepe hatte schon sein Eis! André und ich wollten eigentlich irgendwo fühstücken gehen mit einem Spielplatz nebenan, aber die Kids schliefen sofort ein und dann haben wir gewartet bis 2,5 Stunden um waren. Das reicht jawohl für einen Mittagsschlaf! Heute haben wir uns zwischendurch auch mal die Zahlstraße gegönnt, um ein wenig Strecke zu machen (auch ein Snickers ist dort aauteuer, 2,80 Euro, war aber notwendig für André. denn sonst wäre er vor Hunger unausstehlich geworden) So war wenigstens der erster Hunger gestill. Wir hatten gehofft heute bis nach Tarragona zu kommen, doch als die Jungs wach wurden waren sie nur am knüttern und wollten:„Spielplatz, Spielplatz!" Na, und da wir ja auch noch nichts gegessen hatten, suchten wir einen MC Donalds. Und wie das immer so ist, er war weit und breit nicht zu sehen…also wurde es Burger King mit einem Spielpark! Anschließend sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren, aber die Kids wurden unruhig und sehr anstrengend. Wir haben es nur bis Vinadora geschafft. Ein kleiner Ort an der Costa Brava. Er war sehr sauber und gepflegt. Gar nicht typisch für Spanien, schon eher Frankreich Style. Andre fand die Ecke sehr spießig und wurde schon wieder total unruhig. Das heißt soviel wie, jetzt bloß schnell was Cooles finden, sonst wird er grantig.